Verwaltungsgericht Vorarlberg hebt Strafe für „animalisches Gehabe“ auf

Im Mai 2015 erhielten einige Rapidfans eine Strafe aus Altach, weil sie laut Polizei durch das Erklettern des Zauns die öffentliche Ordnung nach §81 SPG gestört haben sollen. Die Behörde erklärte damals, dass durch ,,animalische Gehabe“ am Zaun des „Gästekäfigs“ andere Besucher des Stadion gestört wurden.

 

Wir legten mit Unterstützung unseres Kooperatsionsanwalt Mag. Arthofer Beschwerde beim Verwaltungsgericht Vorarlberg ein. Ende November kam es in Bregenz zur Verhandlung, in der die Behörde nicht erklären konnte, wie genau die öffentliche Ordnung  gestört wurde und wer davon betroffen war. Eine pauschalisierte Vermutung, es könnte wer gestört worden sein, reicht natürlich nicht aus und so hat das Verwaltungsgericht Bregenz unserer Beschwerde Recht gegeben.

Die Aufwandskosten für Anwalt und Anreise lagen in der Höhe von annähernd 1.000 Euro. Die ausgestellten Strafen der BH Feldkirch beliefen sich hingegen auf 200€. Einzelne Fans würden sich für diese eher geringe Strafe den finanziellen und zeitlichen Aufwand nicht leisten, obwohl offensichtlich ist, dass die Strafe ungerechtfertigt ist. Unser Anliegen als Solidargemeinschaft ist es hierbei, Rechtssicherheit für zukünftige Spiele zu schaffen. Sollten die Behörden im Ländle in Zukunft noch einmal solche absurden Strafen ausstellen, können wir mithilfe dieser Entscheidung des Verwaltungsgerichts dagegen vorgehen.

Was bleibt, ist der Eindruck einer bewussten Schikane gegenüber Fußballfans. Sich tierisch über ein Tor von Rapid zu freuen, wird auch morgen keine Störung der öffentlichen Ordnung darstellen.

 

zurck